Ab 50plus verdoppelt sich das Risiko für einen Schlaganfall – und steigt mit fortschreitendem Alter weiter an. Schützen Sie sich und Ihre Liebsten, indem Sie die Anzeichen und Risikofaktoren kennen.

Ein Beitrag unseres Partners FRAGILE Suisse

Face, Arms, Speech, Time: mit der Eselsbrücke «FAST» merken Sie sich die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls ganz leicht. Gleichzeitig werden Sie daran erinnert, dass schnelles Reagieren Leben rettet. Je schneller ein Schlaganfall behandelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine langfristigen und schwerwiegenden Beeinträchtigungen entstehen.

Mögliche Anzeichen eines Schlaganfalls:

  • Lähmung in Gesicht, Arm oder Bein
  • Plötzliche Sprechstörung
  • Sehstörung/Doppelbilder
  • Schwindel, Erbrechen, Übelkeit
  • Gleichgewichtsstörung
  • plötzliche heftige Kopfschmerzen

Tritt eines oder mehrere dieser Symptome auf, verständigen Sie sofort den Notruf unter Tel. 144.

Schlaganfall überlebt – doch Folgen bleiben

FRAGILE Suisse informiert: In der Schweiz erleidet alle 30 Minuten jemand einen Schlaganfall. Dessen sichtbare und unsichtbare Folgen stellen das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen auf den Kopf. Während Aussenstehende die unsichtbaren Folgen kaum wahrnehmen, wirken sie sich erheblich auf den Alltag von Menschen mit Hirnverletzung aus. Beispielsweise ermüden sie schneller, haben Gedächtnisprobleme oder sind weniger belastbar als früher. Jörg F., der mit 51 Jahren einen Schlaganfall erlitt, sagt:

«Seit meinem Hirnschlag bin ich oft sehr müde, habe Schwierigkeiten beim Zuhören und vergesse vieles gleich wieder.»

Menschen mit unsichtbaren Behinderungen stossen in ihrem Umfeld oft auf Unverständnis, da sie von aussen betrachtet als «gesund» wahrgenommen werden. Dadurch können Einsamkeitsgefühle entstehen. Auch der berufliche Wiedereinstieg ist eine Herausforderung, da Arbeitgebende ungenügend über die Folgen eines Schlaganfalls informiert sind.

FRAGILE Suisse, die gemeinnützige Organisation für Menschen mit Hirnverletzung und ihre Angehörigen, bietet Hilfe. Durch individuelle Begleitung und Dienstleistungen wie kostenlose Beratung, Begleitetes Wohnen und ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Kurs- und Freizeitprogramm werden sie dabei unterstützt, wieder ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Angebot wird grösstenteils durch Spenden von Privatpersonen und Stiftungen ermöglicht.

Schlaganfällen vorbeugen: Was Sie selbst tun können

Durch eine konsequente Beachtung und allfällige Behandlung der Risikofaktoren kann die Mehrheit der Schlaganfälle verhindert werden. Genetische Faktoren sind nicht beeinflussbar, doch es gibt verschiedene andere Massnahmen, mit denen Sie Ihr Risiko für einen Schlaganfall senken können:

  • Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Weniger oder keinen Alkohol trinken
  • Gewicht reduzieren
  • Stress reduzieren
  • Nicht rauchen
  • Erhöhten Blutdruck und hohe Cholesterinwerte behandeln

Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall finden Sie auf: www.fragile.ch/50plus.