«Beim Autofahren war das Nummernschild vor mir nicht mehr richtig zu erkennen», sagt Uwe Metzger, 59, aus Stein am Rhein SH. «Ich dachte an Müdigkeit, rieb mir die Augen, und dann war es wieder besser.» Doch nicht für lange. «Manchmal erschienen mir schnurgerade Linien auf einmal leicht gebogen, etwa der Rand des Fernsehers oder der Rahmen eines Fensters. Beim zweiten Hinsehen war aber alles wieder normal. Darum habe ich es erst nicht ernst genommen.»

Ein  Beitrag unseres Partners Pallas Kliniken

Unscharfe Bilder, verzerrte Linien. Und das alles trotz Brille. Diabetes-Patient Uwe Metzger sagt, wie er sein Augenlicht bewahrt.

Als langjähriger Typ-2-Diabetiker weiss Uwe Metzger um die Gefahren, die ein erhöhter Blutzuckerspiegel mit sich bringt. Vor allem, wenn er über längere Zeit vernachlässigt wird. «Ich gebe zu, ich war nicht immer ein Vorbild, was die Blutzuckerkontrolle angeht. Aber ich reagierte, als sich die Symptome häuften, und liess meine Augen in der Pallas Klinik untersuchen.» Die Diagnose war ebenso typisch wie eindeutig: Diabetische Retinopathie. «Meine Netzhaut zeigte bereits typische Auffälligkeiten wie Mikroaneurysmen und Flüssigkeitsansammlungen», sagt der IT-Fachmann. Sie entstehen, wenn die feinen Blutgefässe im Auge durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte entweder undicht werden, sich verschliessen, oder aber wenn die Netzhaut krankhaft neue Gefässe bildet. Am Anfang treten noch keine Symptome auf. Später sieht man immer schlechter.

Unbehandelt droht sogar Blindheit, weil der Sehnerv angegriffen und mit der Zeit komplett zerstört wird. «Diese Prognose verpasste mir einen gehörigen Schock. Gestern war ich noch unwissend, und nun stand auf einmal meine Sehfähigkeit auf dem Spiel. Ich wollte keine Zeit verlieren und sofort mit der Injektionstherapie beginnen. Das war vor acht Jahren.»

Bis heute hat Uwe Metzger schon über 130 Injektionen ins Auge bekommen. «Das Medikament wird je nach Ausprägung alle paar Wochen in den Glaskörper injiziert und gelangt so auf die Netzhaut, wo es Wachstum und Ausbreitung der gefässbedingten Unebenheiten verhindert. Die Behandlung ist komplett schmerzfrei. Am Anfang hatte ich Bedenken, doch die waren unbegründet. Heute sehe ich gerade Linien wieder gerade und Autonummern wieder scharf. Und sowieso: Für den Erhalt meines Augenlichtes hätte ich alles getan.»

Mehr Informationen

Die Expertinnen und Experten der Pallas Kliniken informieren nicht nur über die diabetische Retinopathie und deren Behandlungsmöglichkeiten, sondern auch über alle anderen Belange, die Ihre Augen betreffen. Melden Sie sich auch für einen generellen Augencheck, selbst wenn Sie noch keine Beschwerden haben.

www.pallas-kliniken.ch
Tel. 058 335 00 00

Nachgefragt

Ein Mal pro Jahr zur Kontrolle

Dr. med. Elisabeth Jakobs, Fachärztin für Augenheilkunde, behandelt Uwe Metzger. Sie hat eine Botschaft an alle Diabetikerinnen und Diabetiker.

Warum merken viele Betroffene eine diabetische Retinopathie erst, wenn es schon sehr spät ist?
Diabetes schädigt die Gefässe im ganzen Körper, beginnend mit den kleinsten, und die sind im Auge. Erst, wenn die Schädigung schon fortgeschritten
ist, kommt es zu Komplikationen, die der Patient wahrnimmt.

Wie wirksam ist eine Injektionstherapie, wie sie Uwe Metzger bekommt?
Die Injektionen direkt ins Auge wirken sehr gut. Es ist allerdings keine Einmalbehandlung, sondern eine Dauertherapie mit Langzeitwirkung.

Eine Spritze ins Auge ist für viele bestimmt eine unbehagliche Vorstellung, oder?
Am Ende sagen alle meine Patienten, es höre sich schlimmer an, als es ist. Und man darf nicht vergessen: Diese Therapie bewahrt das Augenlicht.

Kann man die Erkrankung stoppen, wenn man den Blutzucker optimal einstellt?
Zu Beginn ja. Sind die Gefässe allerdings schon deutlich geschädigt, kann man den Schaden nur noch eindämmen. Darum ist Vorsorge so wichtig. Ich empfehle allen von Diabetes Betroffenen einen jährlichen Kontrolltermin beim Augenarzt.